Prof. Dr. Anton Berr

„Lieber Neger als Germane…“
Prof. Dr. Anton Berr: Antifaschist, Monarchist, bayerischer Patriot.

Autor: Dr. Guido Hoyer

Als die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes 1947 gegründet wurde war sie eine Organisation sämtlicher rassisch, religiös und politisch Verfolgten und Widerstandskämpfer. Es gab in der VVN Zeugen Jehovas und Katholiken, Kommunisten und Sozialdemokraten und auch konservative Antifaschisten. Auch in der VVN spiegelte sich die besondere Situation in Bayern wieder, wo auch monarchistische und bayerisch-föderalistische Widerstandsgruppen tätig waren, die nach 1945 in nicht geringer Zahl VVN-Mitglieder waren.

Einen dieser konservativen Antifaschisten, einen Professor in Weihenstephan, will ich heute vorstellen:

Einen Mann, der Deutschland zerschlagen und Europa vereinigen wollte, einen Mann, der den „asiatischen Bolschewismus“ bekämpfte und zugleich mit Kommunisten zusammenarbeitete, einen Mann, der „obgleich … mehr … Republikaner … als Monarchist“[1] einen „Bayerischen Königsbund“ gründete, einen Königsbund ohne König; einen Antifaschisten, Gründungsmitglied unserer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, der die VVN auch dann noch unterstützte, als Antifaschisten als sog. „Linksextremisten“ kriminalisiert wurden.

I. Entnazifizierung

Zunächst einige Daten zum Lebenslauf. Anton Berr wurde am *30. Dezember 1900 in München geboren, sein Vater Raimund war Kaminkehrermeister und stammte aus Arnstorf, Kreis Rottal-Inn in Niederbayern.

Berr studierte Landwirtschaft, 1928 Diplom, dann Tiermedizin mit Doktortitel 1930. 1936 habilitierte er sich im Fach „landwirtschaftliche Zoologie“ und war als Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München an der landwirtschaftlichen Fakultät tätig. 1940 und 1941 scheiterten zwei Berufungen auf Lehrstühle, da sich Berr weigerte, der NSDAP beizutreten.

1935 hatte er seine Frau Dorothea, geb. Mangold, geheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Seit 1942 war Berr Mitglied einer Widerstandsgruppe an der TU München, die den Tarnnamen „Wasser und Gas“ führte. Es gibt einige Fragen, die noch der Erforschung harren: Anton Berr selbst bezeichnete sich als „Gründer und Leiter“ der Gruppe.[2] Dagegen gab ein weiterer bekannter Widerstandskämpfer von „Wasser und Gas“, der langjährige Landesvorsitzende der VVN-BdA Bayern, Oskar Neumann, an, die Gruppe sei von einem KPD-Funktionär angeleitet worden, einem Gas-Wasser-Installateur, daher der Name.

Näheres über die Widerstandstätigkeit von „Wasser und Gas“ ist nicht bekannt; auch Oskar Neumann berichtet in seinen Erinnerungen keine Details. Man weiß, dass sich die Gruppe aus Wissenschaftlern, Studenten und auch Arbeitern und Angestellten der Universität zusammensetzte und dass Kontakte zur „Freiheitsaktion Bayern“ bestanden.

Nach der Befreiung arbeitete Anton Berr mit Dr. Franz Goss zusammen, der als Öffentlicher Kläger – also Staatsanwalt- an der Spruchkammer Freising-Stadt tätig war und zugleich die SPD 1945-1948 im Freisinger Stadtrat vertrat.

Goss, seit 1938 auf einer Assistentenstelle an der Forschungsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan, wurde am 26. Mai 1943 unter der Anklage „Wehrkraftzersetzung“ und „Rundfunkvergehen“, also Abhören von „Feindsendern“, verhaftet, im Freisinger Gefängnis und in München-Neudeck inhaftiert. Vielleicht liegt hier ein Zusammenhang mit „Wasser und Gas“ vor. Im Mai 1944 kam er zwar wieder frei, ohne dass Anklage erhoben wurde, er wurde aber in Weihenstephan entlassen. Die Befreiung erlebte Dr. Goß dann als Hilfsarbeiter bei Schlüter.[3]

Zurück zu Dr. Anton Berr: Er überstand die NS-Diktatur unbeschadet, obwohl auch er ins Visier der Gestapo geraten war und mehrmals verhört wurde.

Nach der Befreiung, im August 1946, übernahm Dr. Anton Berr die Professur für Zoologie, Nutztier- und Schädlingskunde in Weihenstephan. Er wohnte in München und Freising. In München in der Olgastr., München-Neuhausen, in Freising am Veitsmüllerweg. Es soll nicht verschwiegen werden, dass sich Berr mehr als Münchner fühlte und zumindest anfänglich nur ungern in Weihenstephan tätig war.

Im Oktober 1945 war er in den vierköpfigen Betriebsrat der Universität, der u. a. auch für die Entnazifizierung zuständig war gewählt worden. Daneben gab es einen Entnazifizierungsausschuss aus vier Professoren und zwei Betriebsräten. Berr gehörte ihm an, nachdem zwei Professoren von der Militärregierung abgelehnt worden waren.[4]

Bevor auf die Konflikte, die aus der Entnazifizierung konkret entstanden, eingegangen wird, sei vorausgeschickt, wie Berr über das Thema „Hochschule und Entnazifizierung“ dachte. Er hielt dazu einen Vortrag für die VVN.

Anton Berr machte sich über die Rolle der Wissenschaft im NS-Regime keine Illusionen: „Die Forschung, die Wissenschaft soll und muss der Wahrheit und der Menschheit dienen und daher übernational, nicht national ausgerichtet sein. Im Dritten Reich stand sie … im Dienste der Lüge, des Krieges usw. … Die Technik sorgte für die materielle Kriegsrüstung; die Philosophie und andere Fächer hatten die „moralische“, besser gesagt, die antimoralische Rüstung zu unterbauen; die Biologie, Medizin und Justiz standen im Dienste des Rassewahns und des Massenmordes, worin sie auch die „nationalsozialistische“ Völkerkunde unterstützte; die Geschichte wurde nach Bedarf gefälscht, die Volkswirtschaft von Fall zu Fall zugeschnitten; die Geographie und Geopolitik des Dritten Reiches nahmen oft groteske Formen an, und es scheint, dass für diese Wissenschaften im „Künstlerhirn“ Hitlers überhaupt kein Platz war, denn er setzte sich über geographische Räume mit derselben Leichtigkeit hinweg wie über die menschliche Vernunft. Kurz, sämtliche Geistes- und Naturwissenschaften wurden für die verschiedenen Schlachten Hitlers –Rüstungsschlachten, Wirtschaftsschlachten, Judenschlachten usw. – eingesetzt und atmeten allmählich ganz den Geist der Wehrmachtsberichte des Dritten Reiches.“[5]

Anton Berr warb für die Entnazifizierung: „Vielen Deutschen wird die Ausfüllung des Formblattes zur Erfassung der nazistischen Übeltäter als eine Demütigung und sogar Erniedrigung vorkommen. Jawohl: das ist sie auch. Auf die Selbsterhöhung folgt die Erniedrigung. … Diese Erfassung der Hitlerverbrecher bedeutet aber auch den einzigen Weg und den ersten Schritt zur gründlichen Reinigung des Volkskörpers von der braunen Pest. … Nur die politisch Unheilbaren und die verbrecherischen Elemente werden die Maßnahmen der Siegermächte als Unrecht und Terror empfinden. Mögen sie es: Wir legen keinen Wert darauf, festzustellen, dass Galgenvögel den Strick der Gerechtigkeit hassen, und Narren die Mauern der Irrenanstalt.“[6]

Bald gab sich Anton Berr keinen Illusionen mehr über die politische Entwicklung hin: „Heute wird gemeckert, wenn ein Halunke zu einigen Jahren Arbeit verurteilt wird, während man zu Hitlers Zeiten ungerührt zusah, wie Abertausende spurlos verwanden und nicht wiederkamen.“[7]

1948 zog er eine kritische Bilanz der Entnazifizierung, des „Versagens der Spruchkammern“. Als Grund dieses Versagens nannte er u.a.: „Die politischen Parteien vermieden im Interesse des Stimmenfangs eine eindeutige antinazistische Haltung, zum Teil sind sie selbst bereits wieder nationalistisch. Die Kirchen fühlen sich aufgrund des Gebotes der Nächstenliebe zur Milde verpflichtet. … Die Organe des Staates waren von Anfang an nazistisch durchsetzt oder lau und verhielten sich daher großenteils pronazistisch.“[8]

Mit seiner konsequent antifaschistischen Haltung machte sich Berr nicht beliebt: „Wegen meiner konsequenten Haltung werde ich neuerdings von dem immer stärker werdenden Neonazismus angefeindet.“[9] Im Juni 1946 berichtete der Rektor der TU an das Kultusministerium vom „ungehörigen“ Verhalten des Betriebsrats mit Berr an der Spitze, der nämlich eigenmächtig einen Bericht über die Entnazifizierung an den Sonderminister für politische Befreiung, den Kommunisten Heinrich Schmitt gesandt hatte, obwohl doch ausschließlich das Kultusministerium berechtigt sei, Informationen zu erhalten. Zwischen den Zeilen liest man, dass der Bericht des Betriebsrates wohl schärfer ausfiel, als der der „offiziellen“ Entnazifizierer.[10]

Die Konflikte an der Universität eskalierten im Mai 1948, als die gesamte Professorenschaft der landwirtschaftlichen Fakultät in Weihenstephan von Rektor und Senat forderte, zu prüfen, „ob Herr Professor Berr noch weiterhin im Amt bleiben kann.“ „Das ganze Verhalten von Herrn Berr seit dem Zeitpunkt seiner Ernennung zum a. o. Professor im Jahre 1946 beweist leider immer mehr, dass seine Berufung wohl ein Missgriff war…“[11] Die Vorwürfe, die erhoben wurden, sind auf den ersten Blick unpolitisch, teils ernsterer Natur, teils geradezu kleinkariert, z. B. Berr gäbe „zweideutige Witze und sonstige Geschmacklosigkeiten“ von sich. Offensichtlich gab es einen heftigen Konflikt über die Zukunft des Hochschulstandorts Weihenstephan. Prof. Berr trat für die Rückverlegung der Institute nach München ein, warb dafür sogar in einem Zeitungsartikel, was ihm von seinen Kollegen sehr übel genommen wurde. Es wurde über die fachliche Ausrichtung des zoologischen Lehrstuhls diskutiert, und bemängelt, dass Berr nicht wie seine Vorgänger Tierarzt sei. Er konterte: „Oder sollen etwa in Zukunft Tierärzte die Kartoffelkäfer erforschen und bekämpfen?“ Dass er nicht zu den Fakultätssitzungen erscheine, gab Berr zu, denn „ich lehne es ab, Beleidigungen über mich ergehen zu lassen und mich ständig in einer fruchtlosen Opposition zu befinden.“[12]

Gerade wenn man die Akten mit dem Stichwort „Professorengezänk“ weglegen will, wird es interessant: „In meiner Eigenschaft als Mitglied der VVN verwahre ich mich dagegen, mich von jemand be- oder aburteilen zu lassen, der sich in irgendeiner Form mit dem Zustandekommens des Dritten Reichs und seiner Folgen belastet hat. Nötigenfalls, d. h., wenn man mich weiterhin bedroht, werde ich mich in dieser Sache an die „demokratische Beschwerdestelle“ der VVN sowie die Öffentlichkeit wenden.“[13] Dann folgen in den Akten die Persilscheine und es stellt sich heraus, dass der Betriebsrat Berr ein ganze Reihe Weihenstephaner Professoren[14] bei der Spruchkammer Freising-Stadt belastet hatte. Natürlich in der Berrschen Deutlichkeit, wie ein Beispiel zeigt: „Eifriger Träger des Parteiabzeichens. Nicht einwandfrei. Soll sich zwar gegenüber befreundeten Personen vertraulich gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen haben. Steht aber in keine guten Ruf hinsichtlich seines Verhaltens gegenüber dem ihm unterstellten Personal. Gehässige Haltung gegenüber den in seinem Betrieb beschäftigten Fremdarbeitern. … Für die techn. Hochschule München-Weihenstephan zum mindesten nicht als Lehrer tragbar.“[15]

Interessant ist, dass Spruchkammervorgänge, die 1- 2 Jahre zurücklagen, jetzt vorgebracht wurden. Es war also ein Zeitpunkt, der geeignet schien, die Klagen von „Entnazifizierungsopfern“ zur Verstärkung der fachlichen Vorwürfe vorzubringen. Die Einschätzung Berrs eines Scheiterns der Entnazifizierung war also so falsch nicht.

Übrigens gab es an der Fakultät tatsächlich einen, der „mit dem Zustandekommen des Dritten Reichs … belastet“ war: Prof. Dr. Anton Fehr. Der ehemalige Minister und Abgeordnete war 1933 an der Spitze seiner Bauernbund-Fraktion in die NSDAP übergetreten und hatte für das Ermächtigungsgesetz gestimmt.

Ein weiterer Aspekt des Konflikts mit der Fakultät, in diesem Fall auch mit der Studentenschaft, waren politische Äußerungen von Prof. Berr, der mittlerweile in die Parteipolitik eingestiegen waren. Die Reaktionen beweisen, welch ungeheuren Tabubruch Berr mit seinen deutschlandpolitischen Thesen auslöste: Am 21. Januar 1948 erklärte die Fakultät: „Nach den Zeitungsmeldungen hat Herr Professor Berr am 18. Januar in einer großen Versammlung in München erklärt „Unser Vaterland ist Europa, unser Heimatland Bayern.“ Die Professoren und Studierenden der Fakultät für Landwirtschaft erklären dagegen feierlich, dass sie Deutschland als ihr Vaterland betrachten.“[16]

Letztendlich scheiterten die Bemühungen, Prof. Anton Berr loszuwerden und nach diesen Vorgängen von 1948 wird es in seiner Personalakte ruhig.

II. Europa ohne Deutschland

Bei den Kommunalwahlen 1948 machte die Bayernpartei erstmals durch Wahlerfolge von sich reden, beispielsweise wurde sie in der Stadt Freising mit fast 35 % der Stimmen stärkste Partei. Dieser Erfolg wird von Politikwissenschaftlern als Ausdruck einer altbayerischen Traditionslinie einerseits und als Protestbewegung gegen die als „Überfremdung“ empfundene Nachkriegsrealität mit neu nach Bayern gekommenen Flüchtlingen, Vertriebenen und Evakuierten gedeutet.[17] Schrille preußenfeindliche Töne waren für die Bayernpartei in dieser Zeit charakteristisch und machten wohl auch ihr Erfolgsrezept aus.

Prof. Berr hatte sich 1947 der Partei angeschlossen und wurde einer ihrer Theoretiker wie auch einer der beliebtesten Wahlredner.

Im Juni 1948 machte Anton Berr deutschlandweit Schlagzeilen, als ein Memorandum von ihm mit dem Titel „Bayern und Europa“ der Presse zugespielt wurde.[18] Die Parteispitze der Bayernpartei distanzierte sich umgehend von dem Papier, das an Staatsmänner wie De Gaulle und Churchill geschickt werden hätte sollen und Berr erhielt Redeverbot.[19]

Dr. Anton Berr hatte sich in seinem Papier für die Abspaltung Bayern von Deutschland ausgesprochen und war darüber hinaus gegen die Wiederherstellung eines deutschen Staates. Er ging davon aus, dass das Deutsche Reich mit der Niederlage der Nazis zu existieren aufgehört habe. In einem Flugblatt popularisierte er diese Auffassung: „Nach dem staatsrechtlichen Wegfall des fallierten Reichs sind wir wieder wie seit 1450 langen Jahren frei und souverän. … Gleiches Recht für Bayern wie für Österreich! Freiheit und Frieden und Glück wie die demokratische Schweiz! Nie wieder besteigen wir den Unglückszug der bankrotten G.m.b.H. Deutschland mit unbekanntem Katastrophenziel. Unsere Sicherheit heißt Freiheit.“[20]

Deutsche Einheit bedeute Kriegsgefahr: „…Deutschland vertrug seinen Wohlstand nicht. Unter der Führung Preußens zog es einen Militarismus auf, der bis in unsere Tage die Früchte der Arbeit des Volkes verschlang, stürzte sich in eine Kette von Angriffskriegen, die mit steigender Wucht das Leben und Vermögen des Volkes trafen und nun mit einer Katastrophe ohnegleichen endeten.“[21]

An anderer Stelle: „Das Deutsche Reich von Nazi- und Satansgnaden [muss] als Sühne für die Pogromfrevel und den KZ-Terror … geopfert werden.“[22]

In einem Privatbrief schrieb Anton Berr: „Es darf unter keinen Umständen ein Preußendeutschland, auch kein westliches Rumpfpreußendeutschland zustande kommen. Das würde den Anfang der preußischen Unglückspolitik gegenüber Europa bedeuten.“[23]

Berr war davon überzeugt, dass „…Hitlerdeutschland nicht anderes darstellte als die letzte Konsequenz, die totalitäre Form des preußischen Ultranationalismus, Despotismus und Militarismus. … Zahllose historische Dokumente charakterisieren Bayern als ein europäisches, friedliches Land, Preußen aber als ein kriegerisches, aggressives, antieuropäisches.“[24]

Friedenssicherung heiße daher: Nein zu Deutschland, ja zu Europa: „Das bayerische Volk … muss lernen, dass nicht Preußendeutschland, Großpreußen, unser Vaterland ist, sondern das abendländische Europa.“[25] „Die Einheit Neudeutschlands wird immer wieder zum Grabe der Einheit Europas. …Die Autonomiebewegung eines Volkes entkeimt den Kultus der imperialistischen Uniform, der Gewalt, und weckt im gleichen Zuge das Universalbewusstsein, in unserem Falle das europäische: Die Provinz erwacht zur vormaligen staatlichen Selbst- und Weltbesinnung, die man ihr genommen, Grenzmauern stürzen ein, historische Drahtverhaue sinken in sich zusammen.“[26]

Anton Berrs Vision war ein europäischer Staatenbund von Klein- und Mittelstaaten unter der Führung Frankreichs, dem auch ein souveränes Bayern angehören sollte. Die USA kommen in seinen Schriften faktisch nicht vor, lediglich in einem Brief meinte er, die Amerikaner sähen Europa und Deutschland als ihre Satellitenstaaten an.[27]

II. „Asiatischer Bolschewismus“ und Lenin als Europäer

Sehr widersprüchlich ist Anton Berrs Einschätzung der Linken, der Kommunisten, der Sowjetunion. Er argumentierte mit dem Gegensatz Europa bzw. Abendland –Asien und befürchtete ein Vordringen des „asiatischen Bolschewismus“ nach Europa. Ein Argument gegen ein vereinigtes Deutschland oder ein Westdeutschland, war, dass es in den Einflussbereich der UdSSR geraten würde.[28] Er sah „Preußen“ auch anfällig für den „Bolschewismus“, sprich „die Verstaatlichung des Menschen“, „Staatsvergottung“.[29]

Auf der anderen Seite war er überzeugt, dass die UdSSR keine militärische Offensive plane, sondern ihre Rüstung defensiv sei: „Russland, das dürfen wir nicht vergessen, wurde von Hitler ohne Grund überfallen. Es hat daher zweifellos Anspruch darauf, sich zu sichern und seine Außenpolitik entsprechend zu gestalten.“[30]

Es stellt sich die Frage, wie ein Antikommunist Berr mit Kommunisten zusammenarbeiten konnte- und das tat er in der VVN. Der Widerspruch lässt sich nicht auflösen, einige Hinweise geben vielleicht Berrs Schriften. Einmal warf er ohne weitere Erläuterung hin: „Lenin war noch Europäer.“[31] Lenin als Europäer, Stalin als Asiat? Nachdem „Europa“ für ihn das gute Prinzip, „Asien“ das böse darstellt, scheint er einen Bruch zwischen der Politik Lenins und Stalins anzunehmen. Ist hier der Stalinsche Terror gemeint, oder die Nationalitätenpolitik? Bekanntlich baute Lenin die Sowjetunion als Föderation autonomer Sowjetrepubliken auf, unter Stalin gab es eine Russifizierungspolitik bis hin zur Deportation ganzer Völker noch Sibirien.

Interessanterweise warf Anton Berr den Kommunisten Verrat an ihren Grundsätzen vor: „Einst stand auf der Fahne der Kommunisten, auch der deutschen, „Proletarier aller Länder, vereinigt euch.“ Das war ein berechtigter, begründeter und sittlicher Anspruch“[32] Aber: „Vor allem die Kommunisten gebärden sich heute als die Bannerträger der nationalen Sache. Werden diese Menschen politisch nie reif? Lernen sie nichts aus der Geschichte? Merken sie nicht, dass die Anbetung des National-Götzen uns ins Unglück führte?“[33]

In anderem Zusammenhang fiel die Äußerung: „[Preußen] hat uns im Jahre 1866 unter Bismarck, im Jahre 1919 unter Noske und im Jahre 1933 unter Hitler überfallen und unterjocht.“[34]

1866: Preußisch-österreichischer Krieg, Bayern an der Seite Österreichs. 1933: Gleichschaltung der Länder durch die Naziregierung. Mit „Noske-1919“ kann nur die Niederschlagung der bayerischen Räterepublik durch Freikorps und Reichstruppen gemeint sein. Die Räterepublik, vielleicht als Versuch eines „bayerischen Sozialismus“ scheint von ihm demnach positiv gesehen worden zu sein.

Auch hier zeigt sich das Grundthema der Berrschen Überlegungen: Internationale Zusammenarbeit und regionalistische Bestrebungen werden positiv gesehen, nationalistische negativ. „Nationalstaaten sind despotische Ungeheuer. Aber gerade das bildet auf die Dauer ihre Schwäche: Sie gehen über kurz oder lang wie einst die Saurier an Verplumpung zugrunde. Auf die „nationale Konzentration“ folgt der Zerfall.“[35]

IV.

Zum politischen Credo von Dr. Anton Berr gehörte, dass „völkische Grenzen …eine harmlose, natürliche Gegebenheit der Gestalt Europas“ seien, während die Nationalisten aus Grenzen „die Scheidewand zwischen Himmel und Hölle, die der Staat künstlich so dick und so hoch wie möglich mauern soll“ machen wollten.[36] Er stellte fest: „Kein Volk hat einen „Anspruch“ auf ein anderes Volk“[37] und begründete seine Ansicht, dass VVN und Bayernpartei „Freunde“ seien, damit, dass die Bayernpartei „Rassewahn und –haß“ ablehne.[38]

Wenn es gegen Preußen ging, war Berr aber durchaus bereit, den völkischen Rassenblödsinn schöpferisch anzuwenden. Hier gab es prinzipiell zwei Argumentationslinien: 1. Die Preußen, also diejenigen, die am lautesten „Deutschland“ schreien, seien keine Germanen, keine echten Deutschen. 2. Die Bayern seien ein rassisch eigenständiges Volk.

Argumentation Nr. 1 hört sich beispielsweise so an: „Berlin – ein wendischer Name- tritt zum ersten Mal im 13. Jahrhundert … als Mittelpunkt des wendischen Brandenburg und als Randerscheinung in die europäische Geschichte ein. Der Name „Preußen“ leitet sich ursprünglich von einem baltischen Volksstamm östlich der Weichsel ab, der im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden botmäßig gemacht wurde. …Später schwamm der Ausdruck „Preußen“… auch [nach] Brandenburg, um schließlich immer weiter nach Westen und Süden zu kriechen. Heute bedroht das Berlinische Preußen, der slawische Gifthauch sogar Bayern … Dieses seit Jahrhunderten drängende und sich aufdrängende Borussentum maßt sich an, das Deutschtum, das heißt, die germanischen und keltischen Bayern, Franken, Schwaben und die eigentlichen, zwischen Rhein und Elbe wohnenden Sachsen zu vertreten. … Unter solchen Umständen Preußen mit Deutschland zu identifizieren, ist geradezu grotesk.“[39]

Die Worte „Der slawische Gifthauch“ sind im Manuskript durchgestrichen, Berr hat sie demnach gedacht, aber nicht publizieren wollen.

Zu Argumentation Nr. 2: Das „Baierntum stammt aus einer Vielfalt von Rassen und Kulturen..“ Zu den Vorfahren des Baiernvolkes gehörten Illyrer, Kelten, Römer, „seine Ursprünge liegen beim mutterrechtlichen Bauerntum, beim jungmännerrechtlichen Jägertum, bei den vaterrechtlichen Großhirtenpatriarchen.“ Diese Thesen führten bis zu Überlegungen zu einer engen Zusammenarbeit mit Österreich unter Bezugnahme auf die „ideal-territoriale Ausdehnung Baierns anno 956“.[40]

„Man huldigt nach wie vor dem verlogenen Grundsatz von „Blut und Boden“, vergisst aber dabei, dass den Bayern die Preußen stammesgeschichtlich und in jeder anderen Hinsicht viel ferner liegen als die Österreicher. Man will zusammenkitten, was nicht zusammen gehört, und zerreißen, was immer schon eins war.“[41]

Ich bin nicht ganz sicher, ob Anton Berr nicht die Bayern-Argumentation gelegentlich auch bewusst provokativ eingesetzt hat, um unerwünschte Bündnispartner loszuwerden. Jedenfalls findet sich in seinem Briefwechsel der Brief eines ehemaligen Anhängers, eines gewissen Herrn Gerstner, der an Dr. Berr schrieb: „Es ist mir unmöglich zu ihren Samstagszusammenkünften fernerhin zu kommen, wenn sie ihre heute früh geäußerte Bemerkung, dass sie lieber Kelte oder sonst etwas, ja sogar lieber Neger als Germane sind, nicht zurücknehmen. … Ich stelle Ihrer These meine These entgegen, dass wir Baiern nicht nur Germanen sind, sondern die „besten“ Germanen, besser z B. als die Preußen. … [Ich] muss … Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie den Preußen keine größere Freude machen können, als durch diese Anschauung: denn das ist es ja, was die Preußen gerne haben wollen, dass wir keine Germanen sind … Ihre Lehre, Herr Professor, passt diesen Gesellen vorzüglich. Sie sind also, mein Herr, in meinen Augen Propagandist und Agent für Preußen, ein Schädling aber für Baiern! … Es passt dies alles ganz famos zu der Diffamierung und Beschimpfung, von Baierns Gegnern in Scene (sic!) gesetzt, um eben Baiern in seiner großen Mission zu stören, ein neues Deutschland auf freier föderalistischer stammesstaatlicher Grundlage zu schaffen unter baierischer Führung. … Heil Baiern!“[42]

Die „deutsche Mission“ war ja etwas, das Berr grundsätzlich ablehnte. Auch den Föderalismus, wie ihn die CSU erfolgreich praktizierte und auch der gemäßigte Bayernpartei-Flügel vertrat, lehnte Berr ab: „Der sogenannte Föderalismus ist politisch weder warm noch kalt, eine politische Missgeburt, eine Verlegenheitslösung.“[43] Vielleicht hat er also den heilbayerischen Gerstner absichtlich etwas provoziert.

V. Ein Königsbund ohne König

Im Jahr 1949 trat Anton Berr aus der Bayernpartei aus und widmete sich einem neuen Projekt: er gründete den 1933 von den Nazis aufgelösten „Bayerischen Heimat- und Königsbund“ neu. Der Bund verstand sich als überparteiliche Sammlungsbewegung bayerischer Monarchisten. Oben wurde Ilse Unger zitiert, die in ihrer Arbeit über die Bayernpartei die Meinung vertritt, Berr sei „mehr … Republikaner … als Monarchist“ gewesen. Ich schließe mich dieser Meinung an: In Berrs zahlreichen Manuskripten bis 1949 wird die Frage „Monarchie“ überhaupt nicht erwähnt; als Vorbilder für Bayern nannte er dann später Schweden und Großbritannien, also Länder, die parlamentarisch regiert werden und wo der Monarch nicht mehr tut, als zu repräsentieren. Warum dann das Königs-Projekt? Berr ging es um die Sammlung derjenigen, die eine Eigenstaatlichkeit Bayerns forderten, keinen bloßen Föderalismus. Nachdem sich die Bayernpartei dieser Konzeption verweigert hatte, waren die Monarchisten am ehesten ansprechbar, denn ein bayerisches Königreich als Bundesstaat einer deutschen Republik ist nur mit viel Phantasie vorstellbar.

Anton Berr gründete einen Königsbund ohne König. Denn wir erfahren aus der Erklärung von Franz Freiherr von Redwitz, Adjutant seiner sog. Königlichen Hoheit „Kronprinz“ Rupprecht von Bayern, dass „vor kurzem ein Heimat- und Königsbund ohne jede Fühlungnahme mit dem Kronprinzen … ins Leben gerufen“ worden sei. „Der Kronprinz muss … fordern, dass Persönlichkeiten, die sich in Bayern zu Trägern der Königsidee machen und diese mit seiner Person und seinem Hause in Verbindung bringen, selbstverständliche Voraussetzungen erfüllen: Sie können nur Bestrebungen verfolgen, die seiner und seines Hauses Tradition und politischer Einstellung nicht entgegenstehen. … Der Kronprinz appelliert an die stets bewiesene vaterlandstreue und politisch kluge Haltung der bayerischen Bevölkerung, sich nur solchen Persönlichkeiten anzuschließen, die die unumgänglichen Voraussetzungen für die Leitung eines Heimat- und Königsbundes erfüllen.“[44]

Wittelsbach distanzierte sich von Berr, stellte ihn kalt, verbot faktisch, sich seinem Königsbund anzuschließen; der versuchte zwar eine Verständigung zu erreichen, denn ein Königsbund ohne König war wohl nicht ideal; Berr lehnte aber den als Bedingung für die Anerkennung seines Königsbundes geforderten Rücktritt als Vorsitzender ab. Natürlich war er auch nicht bereit, sich seine Politik von Wittelsbach vorschreiben zu lassen. Damit war klar, dass er nur eine Minderheit der Monarchisten organisieren konnte. Abgesehen davon, dass sich der sog. Kronprinz hütete, sich politisch für ein unabhängiges Bayerns zu engagieren, strebten Teile des Adels, besonders im evangelischen Franken, die Restauration aller deutscher Monarchien einschließlich der preußischen Hohenzollern an, was der Preußengegner Berr selbstredend ablehnte. Als dann ein gegnerischer Heimat- und Königsbund unter Leitung des Grafen La Rosee (Schloss Isareck)[45]) gegründet wurde, meinte er: „Die schwarzweißroten und die weißblauen Monarchisten müssen klar getrennt werden.“[46] Die weiteren Irrungen und Wirrungen, mit Namensstreit und „einstweiligen Verfügungen“ sollen uns nicht weiter interessieren.

VI.

Der „antifaschistische Konsens“ von 1945, der die Verfolgten jeder Richtung in der VVN vereinigt hatte hielt unter den Bedingungen des ausbrechenden Kalten Kriegs nicht lange. Zuerst fasste 1948 die SPD einen Unvereinbarkeitsbeschluss, der ihren Mitgliedern verbot, der VVN anzugehören. CSU, SPD und Bayernpartei forderten ihre Mitglieder auf, aus der VVN auszutreten und gründeten den „Landesrat für Freiheit und Recht“ als „nichtkommunistische Verfolgtenorganisation“, die allerdings keinerlei Erfolg hatte, während die VVN 1950 immer noch 7.000 Mitglieder in Bayern organisierte.

Der „Heimat- und Königsbund“ distanzierte sich von der VVN nicht. Ein Mitglied des Königsbunds und Vertrauensmann von Berr, Dr. Otto Giendl, arbeitete im Auftrag der Königsbunds im Vorstand der VVN München mit.

Anton Berr und der Königsbund standen auch dann noch zur VVN, als diese per Beschluss der Bundesregierung vom 19. September 1950 und der bayerischen Staatsregierung vom 29. September 1950 als „linksextremistisch“ kriminalisiert wurde und ihre Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst entlassen wurden.

Prof. Dr. Anton Berr kommentierte diesen Beschluss: „…als Prügelknaben fungieren zwar nicht mehr die Juden – sie sind bereits verbraucht- sondern die Kommunisten oder jene Menschen, die man willkürlich zu Anhängern des Kommunismus stempelt. Diese Art von Antikommunismus ist also an die Stelle des offiziellen Hitlerschen Antisemitismus getreten. …
Der Angriff Bonns richtet sich … in erster Linie … gegen die entschiedensten Verfechter der Demokratie, gegen die antinazistischen Widerstandskämpfer.
Selbstverständlich ist der Bonner Beschluss antidemokratisch, denn er beruht nicht auf dem politischen Willen der Mehrheit der am Weststaat beteiligten Bevölkerung oder ihrer parlamentarischen Vertretung. Selbst wenn beides zuträfe, wäre er … nicht demokratisch, denn Demokratie im ethischen Sinn ist unvereinbar mit Unterdrückung von Minderheiten. In Wirklichkeit handelt es sich aber in unserem Falle eher um die Unterdrückung des Willens einer Mehrheit vonseiten einer Minderheit. …
Selbstverständlich ist der Bonner Beschluss antisozial, nicht nur asozial, denn er bedroht die Existenz vieler, die ihr Brot ehrlich und mühsam verdienen und die Millionen ihrer Gesinnungsbrüder durch die Verbrechen des Naziregimes verloren haben. Die Henker im Dienste Hitlers werden gleichzeitig durch den Bonner Beschluss offiziell rehabilitiert. Ja-Sagen und Versagen feiern schamlos-fröhliche Urständ. … Jedoch auch das ist nicht erstaunlich, nachdem Hitler eine Spruchkammerschlacht nach der anderen post mortem gewonnen hat. Wie sehr werden jetzt die toten Nationalsozialisten bereuen, dass sie Giftpillen geschluckt haben. Aber solche postnationalsozialistischen Wunder haben selbst sie, die doch wahrlich wundergläubig waren, nicht erwartet.
Die VVN als kollektiv staatsgefährdend zu erklären, halte ich nicht nur für eine abstruse Unrichtigkeit und Ungerechtigkeit, sondern auch für einen staatspolitischen Unsinn. Wenn schon Kampf, dann für und nicht gegen die Völker- und Menschenrechte.“
[47]

Nicht lange danach zog sich Berr, nachdem alle seine politischen Bestrebungen gescheitert waren, resigniert aus der Politik zurück. Im August 1951 schrieb er in einem Privatbrief: „Ich mache keine Politik mehr, denn ich glaube, dass die Lebenszeit des preußisch-deutschen Nationalismus noch nicht abgelaufen ist, ja sogar erst ihrem Höhepunkt zustrebt. Er wird uns überleben.“[48]

Er widmete sich dann in seiner Freizeit in Großdingharting südlich Münchens dem Obstbau.[49]

Zum 30. März 1966 trat Prof. Dr. Anton Berr in den Ruhestand.

In den Akten findet sich dann noch eine letzte politische Äußerung von Berr aus dem Jahr 1966. Bei der Landtagswahl war der Bayernpartei erstmals in ihrer Parteigeschichte der Einzug in den bayerischen Landtag nicht mehr gelungen. In der folgenden Parteikrise erinnerte man sich des „Veteranen“ Berr und versuchte ihn zum Wiedereintritt in die Partei zu überreden. Berr fühlte sich zwar geehrt, lehnte aber bestimmt ab:
„[Die] massenhysterischen Erscheinungen alldeutschen Gepräges wie: Fußballgötzendienst, Berlin-Kult, … hohe Beteiligung an den sogenannten Bundestagswahlen trotz Renazifizierung und Remilitarisierung (diese Wörter sind zwar hässlich, trotzdem noch zu schön für die betreffenden Begriffe), kollektive Gleichgültigkeit und Verlogenheit hinsichtlich einer bestialischen und unheilträchtigen Vergangenheit, alles lautstark musikalisch umrahmt von „Preußendeutschland über alles“, vom „Ring des Nibelungen“ sowie vom Rauschen des bonn-berlin-hörigen Blätterwaldes.
Die fortschreitende Gleichschaltung („formierte“ = uniformierte Gesellschaft, das begehrte Objekt aller Diktaturen und totalen Staaten), … das kommende Ermächtigungsgesetz in Neuauflage, verschämt oder heuchlerisch „Notstandsgesetz“ getauft, und andere politische Restaurationsscherze, die in Bonn zum Schaden Bayerns und Europas aufgetischt werden, stellten für mich als Mitglied der Bayernpartei eine unerträgliche Herausforderung dar.
Ohnmächtig dieser Flut gegenüberstehend und hoffnungslos alleingelassen habe ich mich unwiderruflich ins Privatleben zurückgezogen und begnüge mich mit der Rolle des stillen Beobachters. …“
[50]

Anton Berr starb am 10. Oktober 1975.

  1. Ilse Unger: Die Bayernpartei – Geschichte und Struktur 1945-1957, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart. 1979, S. 144 []
  2. Anton Berr: Entnazifizierungsbogen, 03.11.1948, IFZ ED 719-174 []
  3. Stadtarchiv FS, 04700001, „Stadtratswahl 1946“, Fragebogen Dr. Goß []
  4. Personalakte Anton Berr, Archiv TUM []
  5. Anton Berr: Hochschule und Entnazifizierung, 20.09.1948, IFZ ED 719-173-10 []
  6. [Anton Berr]: Zum Formblatt zur Erfassung der politischen Zusammensetzung des deutschen Volkes, O. J., IFZ ED 719-178-126 []
  7. Anton Berr an Ministerialdirektor Höltermann, 06.10.1946, IFZ ED 719-167-78 []
  8. Anton Berr: Hochschule und Entnazifizierung, 20.09.1948, IFZ ED 719-173-10 []
  9. Anton Berr: Entnazifizierungsbogen, 03.11.1948, IFZ ED 719-174 []
  10. Rektor TU an Kultusministerium, 10.06.1946, Personalakte Berr, Archiv TUM []
  11. Fakultät für Landwirtschaft (Dekan Prof. Dr. Hans Raum) an Rektor TUM, 26.05.1948, Fakultät für Landwirtschaft (Dekan Prof. Dr. Hans Raum) an Senat TUM, 24.06.48, Personalakte Berr, Archiv TUM []
  12. Anton Berr an Senat TUM, 04.06.1948, Personalakte Berr, Archiv TUM []
  13. Anton Berr an Senat TUM, 04.06.1948, Personalakte Berr, Archiv TUM []
  14. Dr. Walter Fischer, Amtmann Schaps, Dr. Scheibs, Dr. Frömel, Karl Zeiler []
  15. Beurteilung Institutsdirektor Karl Zeiler durch Anton Berr, 09.09.1946, Archiv TUM []
  16. Erklärung Fakultät für Landwirtschaft, 21.01.1948, Personalakte Berr, Archiv TUM []
  17. 1946 betrug der Anteil der seit 1939 Zugewanderten ca. ¼ der bayerischen Bevölkerung. Unger, a. a. O., S. 16 []
  18. „Was der Berr sagt“, DER SPIEGEL, 24.06.1948 []
  19. Josef Baumgartner an Anton Berr, 20.07.1949, IFZ ED 719-4 []
  20. [Anton Berr]: Achtung! Augen auf! Ermächtigungsgesetzler am Werk!, o.J, IFZ ED 719/178 []
  21. [Anton Berr]: Zum Formblatt zur Erfassung der politischen Zusammensetzung des deutschen Volkes, O. J., IFZ ED 719-178-126 []
  22. [Anton Berr]: ungezeichnete Manuskript, „Ende Februar 1948“, IFZ ED 719-176 []
  23. Anton Berr an Dr. Bernhard Dietrich (Schwäbisch-alemannischer Heimatbund), 01.05.1948, IFZ ED 719-168 []
  24. Anton Berr: Bayern und Europa, 30.06.1948, IFZ ED 719-174-141 []
  25. Anton Berr: München-Berlin-Moskau, Dezember 1947, IFZ, ED 719-175-139 []
  26. Anton Berr: Weststaat oder Weststaaten, April 1949, IFZ ED 719-176-123 []
  27. Anton Berr an Ernst Atzler 26.09.1950, IFZ ED 719-167 []
  28. Anton Berr: Weststaat oder Weststaaten, April 1949, IFZ ED 719-176-123 []
  29. Anton Berr: Bayern und Europa, 30.06.1948, IFZ ED 719-174-141 []
  30. Anton Berr: München-Berlin-Moskau, Dezember 1947, IFZ, ED 719-175-139 []
  31. Anton Berr: München-Berlin-Moskau, Dezember 1947, IFZ, ED 719-175-139 []
  32. Anton Berr: München-Berlin-Moskau, Dezember 1947, IFZ, ED 719-175-139 []
  33. Anton Berr an Josef Schießl, 28.11.1946, IFZ ED 719-172 []
  34. Anton Berr, Interview, 30.08.1948, IFZ ED 719-169-8 []
  35. Anton Berr: Kommt ein Krieg?, [1948], IFZ ED 719-176 []
  36. Anton Berr: Die Entmachtung der nationalsozialistischen „Idee“, [ca. 1945-1947], IFZ ED 719-175-2 []
  37. Anton Berr, Interview, 30.08.1948, IFZ ED 719-169-8 []
  38. [Anton Berr]: Unsere Freunde, o.J., IFZ ED719-178 []
  39. Anton Berr: München-Berlin-Moskau, Dezember 1947, IFZ, ED 719-175-139 []
  40. [Anton Berr]: [Als im Frühling 1945…], o. J., IFZ ED719-178 []
  41. Anton Berr: Logik, 1948, IFZ ED 719-176 []
  42. Luis Gerstner an Anton Berr, 23.10.1950, IFZ ED 719-169-57 []
  43. Anton Berr: München-Berlin-Moskau, Dezember 1947, IFZ, ED 719-175-139 []
  44. Franz Freiherr von Redwitz, Erklärung, 28.12.1949, IFZ ED 719-172-105 []
  45. August Desiderius Graf Basselet de La Rosee (1898-1970 []
  46. Anton Berr an Alois Fraidling, 23.01.1950, IFZ ED 719-169-31 []
  47. Prof. Dr. Anton Berr an VVN, 15.10.1950, IFZ ED 719-173-23 []
  48. Anton Berr an Dr. Bernhard Dietrich, 31.08.1951, IFZ ED 719-172 []
  49. Anton Berr an Anny Reichardt, 01.01.1953, IFZ ED 719-172 []
  50. Anton Berr an Helmut Kalkbrenner, Vorsitzender BP, 11.08.1966, IFZ ED 719-170-5 []